Speckkäfer finden in Wohnräumen häufig geeignete Nahrungsquellen und Rückzugsorte, weshalb sie sich unbemerkt vermehren können. Gerade deshalb ist es wichtig, einen Befall mit Speckkäfern frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen gegen sie einzuleiten.
Gemeinsam mit unserem Experten Prof. Dr. med. vet. Norbert Mencke, Fachtierarzt für Parasitologie, geben wir Ihnen eine Orientierung, wie Sie Speckkäfer erkennen, typische Anzeichen eines Befalls deuten und eine wirksame Bekämpfung von Speckkäfern durchführen können.
- Die Familie der Speckkäfer am Beispiel des Gemeinen Speckkäfers
- Schadwirkung des Speckkäfers
- Speckkäfer im Haus und in der Wohnung loswerden
- Fazit
- Häufig gestellte Fragen
Speckkäfer gehören zur Familie der Dermestidae, die wiederum zur Ordnung der Käfer (Coleoptera) gehören. Speckkäfer kommen weltweit in vielen unterschiedlichen Lebensräumen vor, wobei einige Arten auch in Wohnungen geeignete Bedingungen finden.
Die eigentliche Schadwirkung entsteht nicht durch den adulten Käfer, sondern durch die Speckkäfer-Larven, die sich von organischem Material ernähren.
Speckkäfer können sowohl Vorräte als auch Textilien mit tierischem Ursprung oder andere Materialien beeinträchtigen und werden deshalb als Vorrats- und Materialschädlinge eingeordnet.
Ein Befall bleibt häufig lange unentdeckt, da sich die Larven zur Verpuppung bevorzugt in dunklen Bereichen wie Ritzen, unter Möbeln oder hinter Fußleisten zurückziehen.
Eine frühzeitige Bestimmung der Käferart erleichtert die Bekämpfung von Speckkäfern und hilft dabei, typische Verstecke gezielt mit den Produkten von ARDAP zu behandeln.
Die Familie der Speckkäfer am Beispiel des Gemeinen Speckkäfers
Speckkäfer sind nicht etwa nur eine einzige Käfer-Art, sondern sie bilden die Familie der Dermestidae innerhalb der Ordnung der Käfer (Coleoptera). Weltweit sind ca. 1.300 Arten von Speckkäfern bekannt, die wiederum in 50 verschiedene Gattungen unterteilt werden. In Wohnräumen tritt besonders häufig der Gemeine Speckkäfer (Dermestes lardarius) auf. Diese Art hat sich gut an menschliche Lebensräume angepasst und nutzt dort verschiedene organische Materialien als Nahrungsquelle.
Aussehen
Der Gemeine Speckkäfer (Dermestes lardarius) erreicht eine Körperlänge von etwa 7 bis 9 Millimetern. Sein Körper wirkt länglich und leicht gewölbt. Typisch ist die dunkelbraune bis schwarze Grundfärbung der Flügeldecken, während ein heller Querstreifen im vorderen Bereich mit dunklen Punkten durchsetzt ist.
Die Speckkäfer-Larven unterscheiden sich deutlich von den adulten Käfern. Sie sind länglich, bräunlich gefärbt und mit dichten Borsten besetzt. Diese Borsten können sich leicht lösen und bei empfindlichen Personen Hautreaktionen verursachen, was manchmal als sogenannte „Speckkäfer Bisse" wahrgenommen wird, obwohl es sich biologisch nicht um einen echten Biss handelt.
Lebensraum und Vorkommen
Speckkäfer kommen insbesondere im Freien, aber auch in Gebäuden vor. In der Natur leben sie beispielsweise in Vogelnestern oder an Tierkadavern und übernehmen so eine wichtige Funktion bei der Beseitigung von Aas. Gelangen sie jedoch in Häuser, suchen sie dort häufig ähnliche Nahrungsquellen.
Typische Orte, an denen Speckkäfer und ihre Larven auftreten können, sind:
- Vorratsschränke mit trockenen Lebensmitteln
- Dachböden oder Keller
- Bereiche mit Tierfutter
- Räume mit Teppichen, Fell oder Wolle
- Ritzen und hinter Fußleisten
Speckkäfer gelangen meist über offene Fenster, durch Ritzen im Mauerwerk oder über Gegenstände in die Wohnung. Auch tote Vögel oder Mäuse in der Nähe von Gebäuden können eine Quelle sein.
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Adulte Speckkäfer sind relativ lichtaktiv und werden deshalb gelegentlich an Fenstern entdeckt. Die Larven hingegen bevorzugen dunkle, geschützte Bereiche. Dadurch kann ein Befall längere Zeit unbemerkt bleiben.
Viele Menschen entdecken Speckkäfer erst dann, wenn mehrere Käfer auftreten oder wenn Larvenhäute und Fraßspuren sichtbar werden. Auch eine Speckkäfer-Larve im Bett oder in der Nähe von Textilien kann ein Hinweis darauf sein, dass sich Larven in der Umgebung entwickeln.
Ernährungsweise
Auf Grund seiner typischen Nahrung hat der Speckkäfer seinen Namen bekommen. Die Bezeichnung geht darauf zurück, dass die Larven dieser Käfer früher häufig an getrocknetem Fleisch, Speck und anderen tierischen Produkten gefunden wurden.
Heute weiß man, dass Speckkäfer deutlich weniger spezialisiert sind. Sie ernähren sich allgemein von tierischen organischen Materialien, zum Beispiel:
- getrocknetes Fleisch oder Fisch
- Tierfutter
- Federn und Haare
- Leder und Pelze
- tote Insekten
Darum treten Speckkäfer heute nicht nur in Vorratsräumen auf, sondern auch in Wohnräumen, Dachböden oder Lagerräumen.
Der bekannteste Vertreter, der Gemeine Speckkäfer (Dermestes lardarius), wurde auch früher schon in Vorratskammern, Räucherkammern oder Fleischlagern beobachtet. Auch der wissenschaftliche Name weist klar auf seine Vorliebe hin:
- Dermestes = „Hautfresser“ (aus dem Griechischen)
- lardarius= „zum Speck gehörend“ oder „Speck betreffend“
Die Larven von Speckkäfern können außerdem Staub mit organischen Bestandteilen verwerten. Dadurch finden sie auch in Räumen ohne Lebensmittel ausreichend Nahrung.
Lebenszyklus
Der Lebenszyklus eines Speckkäfers umfasst mehrere Entwicklungsstadien: Ei, Larve, Puppe und adultes Tier (Imago).
Weibliche Speckkäfer legen ihre Eier bevorzugt in geschützten Bereichen ab, zum Beispiel in Ritzen, hinter Fußleisten oder in Vorräten. Nach wenigen Tagen schlüpfen daraus die Speckkäfer-Larven.
Ein Speckkäfer-Weibchen kann je nach Art und Umweltbedingungen etwa 100 bis 800 Eier im Laufe seines Lebens ablegen.
Beim häufig in Häusern vorkommenden Gemeinen Speckkäfer (Dermestes lardarius) gelten folgende Richtwerte:
- pro Eiablage: meist 20–100 Eier
- gesamt pro Weibchen: etwa 100–800 Eier
- Ablageorte: geschützte Stellen wie Ritzen, hinter Fußleisten, unter Teppichen, in Vorräten oder in Tierfutter
- Schlupfzeit: meist nach 3–10 Tagen, abhängig von Temperatur und Luftfeuchtigkeit.
- Die Eier sind sehr klein (ca. 1–2 mm), weißlich und werden bevorzugt in der Nähe geeigneter Nahrung für die späteren Larven abgelegt.
- Vorräte möglichst luftdicht lagern
- Tierfutter nicht offen stehen lassen
- Teppiche, Polster und schwer erreichbare Bereiche regelmäßig reinigen
- Ritzen und Spalten kontrollieren und ggfs. mit dem langfristig wirksamen ARDAP Langzeit Flohspray besprühen, um Speckkäfer bei Kontakt der Stellen direkt zu bekämpfen
- Fußleisten,
- Ritzen,
- Teppichkanten oder
- Rückseiten von Möbeln,
- Übergänge zwischen Wand und Boden,
- Schränke und Vorratsbereiche,
- textile Materialien.
- Raum vorbereiten: Entfernen Sie Haustiere aus dem Raum, decken Sie Aquarien ab und verstauen Sie Lebensmittel, Geschirr und herumliegende Gegenstände wie Spielzeug oder Kuscheltiere.
- Fogger platzieren: Stellen Sie den Fogger zentral und leicht erhöht auf, beispielsweise auf einen Tisch oder Stuhl mit Unterlage.
- Vernebelung starten: Drücken Sie den Sprühknopf herunter, bis er einrastet. Verlassen Sie anschließend sofort den Raum.
- Einwirkzeit abwarten: Der Raum sollte mindestens zwei Stunden geschlossen bleiben, damit sich der Wirkstoff gleichmäßig verteilen kann.
- Lüften: Nach der Einwirkzeit lüften Sie den Raum gründlich für mindestens eine Stunde.
Die Larven durchlaufen mehrere Entwicklungsstadien und können je nach Umgebung mehrere Wochen bis Monate aktiv sein. Am Ende der Entwicklung suchen sie häufig Verstecke und sogar feste Materialien auf, in die sie sich zur Verpuppung einbohren. Dazu zählen Holz, Kork oder auch Dämmstoffe.
Speckkäfer leben insgesamt etwa 2-6 Monate und können mehrere neue Generationen pro Jahr entwickeln, wenn Innenräume ausreichend Nahrung für die Larven haben und konstant warm sind. Dadurch kann ein zunächst kleiner Befall relativ schnell anwachsen. Für die Bekämpfung sind daher hochwirksame Produkte mit Langzeitwirkung wie das ARDAP Pro Langzeit-Flohspray empfohlen.
Schadwirkung des Speckkäfers
In Wohnungen oder Lagerräumen können verschiedene Speckkäfer Arten ähnliche Schäden verursachen. Deshalb werden sie in der Schädlingskunde häufig gemeinsam betrachtet.
Materialschädling
Speckkäfer gelten als typische Materialschädlinge. Besonders die Larven können Textilien aus Wolle, Pelz oder Federn beschädigen. Auch Leder oder tierische Bestandteile in Polstermaterialien können betroffen sein.
Zusätzlich kann es vorkommen, dass sich Larven zur Verpuppung in Materialien einbohren. Dabei entstehen kleine Löcher in Holz, Karton oder anderen festen Materialien.
Hygieneschädling
Speckkäfer können außerdem als Hygieneschädlinge auftreten. Wenn sie Vorräte oder Tierfutter befallen, verunreinigen sie diese durch Fraßspuren, Larvenhäute oder Kotpartikel.
In Vorratsräumen oder Küchen kann ein Befall mit Speckkäfern dazu führen, dass Lebensmittel entsorgt werden müssen.
Gesundheitsschädling
Speckkäfer übertragen in der Regel keine Krankheitserreger. Dennoch können ihre Larvenhaare Hautreizungen auslösen. Diese Reaktionen werden im Alltag manchmal als Speckkäfer Bisse bezeichnet.
Tatsächlich handelt es sich jedoch meist um eine Reaktion auf die feinen Borsten der Larven, die bei Hautkontakt Irritationen hervorrufen können, wie man es von Eichenprozessionsspinnern kennt.
Speckkäfer im Haus und in der Wohnung loswerden
Wenn Sie Speckkäfer im Haus entdecken, ist eine systematische Vorgehensweise wichtig. Ziel ist es, sowohl adulte Käfer als auch die Speckkäfer-Larven an ihren Entwicklungsorten mit langfristig wirkenden, hochwirksamen Mitteln aus dem Fachhandel zu erfassen.
Speckkäfer-Befall vorbeugen
Einige Maßnahmen können dazu beitragen, das Risiko eines Befalls zu reduzieren:
Mit Produkten aus dem Fachhandel: Speckkäfer effektiv bekämpfen
Für die gezielte Bekämpfung von Speckkäfern stehen Produkte aus dem Fachhandel zur Verfügung, die speziell für die Behandlung der Umgebung entwickelt wurden.
Das ARDAP Pro Ungezieferspray bietet an möglichen Eintrittsstellen einen bekämpfenden Effekt gegen sämtliches Ungeziefer und kann über einen Zeitraum von bis zu 6 Wochen auch verhindern, dass Speckkäfer durch Fenster und Türrahmen ins Haus eintreten.
Das hochwirksame ARDAP Langzeit Flohspray eignet sich dagegen bei einem etablierten, starken Befall für die punktuelle Behandlung typischer Aufenthaltsorte von Speckkäfer-Larven. Dazu zählen beispielsweise
Die Behandlung dieser Stellen mit dem Spray erfolgt aus etwa 30 Zentimetern Entfernung. Die Oberfläche sollte leicht benetzt sein, ohne dass sich Tropfen bilden. Das Spray wirkt dort, wo Käfer oder Larven mit der behandelten Fläche in Kontakt kommen - sofort nach der Anwendung und über einen Zeitraum von bis zu 6 Wochen.
Nach der Anwendung sollten Räume solange gut gelüftet werden, bis kein Geruch mehr wahrnehmbar ist.
Wenn Speckkäfer in mehreren Bereichen auftreten oder Larven schwer zugängliche Verstecke nutzen, ermöglicht der ARDAP Pro Fogger eine umfassende Behandlung des Raumes.
ARDAP Pro Fogger – Anwendung Schritt für Schritt
Durch die feine Verteilung erreicht der ARDAP Pro Fogger auch Bereiche, in denen sich Speckkäfer und ihre Larven verstecken können. Der Ungeziefer-Vernebler kombiniert mehrere Wirkstoffe mit unterschiedlichen Wirkprinzipien. Permethrin und Pyrethrum töten das Ungeziefer schnell und zuverlässig ab, während Pyriproxyfen (Wachstumshemmer) den biologischen Entwicklungszyklus unterbricht. Dadurch werden neben den erwachsenen Käfern auch Eier und Larven erfasst und über einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten kontrolliert.
Fazit
Speckkäfer sind typische Vorrats-, Material- und Hygieneschädlinge, die in Wohnungen geeignete Lebensbedingungen finden können. Besonders die Speckkäfer-Larven verursachen Schäden an Vorräten, Textilien oder anderen Materialien. Ein Befall bleibt häufig lange unbemerkt, da sich die Larven in geschützten Bereichen entwickeln. Umso wichtiger ist es, Speckkäfer frühzeitig zu erkennen und mögliche Nahrungsquellen zu entfernen. Eine Kombination aus gründlicher Kontrolle, hygienischen Maßnahmen und der gezielten Behandlung der Umgebung mit Produkten von ARDAP kann helfen, Speckkäfer langfristig zu Bekämpfen und ihre weitere Entwicklung zu unterbrechen.
Häufig gestellte Fragen
Warum bekommt man Speckkäfer?
Speckkäfer treten häufig dort auf, wo sie geeignete Nahrungsquellen finden. Dazu zählen beispielsweise trockene Lebensmittel, Tierfutter oder Materialien tierischer Herkunft wie Wolle oder Federn. Wenn solche Stoffe verfügbar und gleichzeitig geschützte Rückzugsorte vorhanden sind, können Speckkäfer ihre Eier ablegen und sich weiterentwickeln. Werden Speckkäfer früh erkannt, lässt sich ein beginnender Befall durch eine gezielte Behandlung mit hochwirksamen Produkten wie dem ARDAP Langzeit Flohspray wirksam eindämmen.
Was lockt Speckkäfer an?
Speckkäfer werden nicht nur durch Speck und Fleisch angezogen, sondern allgemein von organischem Material tierischer Herkunft. Dazu gehören unter anderem Tierfutter, getrocknete Lebensmittel, tote Insekten oder auch Haare und Federn. Auch Nahrungsquellen, wie z.B. eine tote Maus, ums Haus oder im Garten können dazu führen, dass einzelne Tiere in Wohnräume gelangen. Um zu verhindern, dass sich daraus ein Befall entwickelt, empfiehlt sich eine regelmäßige Kontrolle möglicher Nahrungsquellen und deren Entsorgung. Zusätzlich können mögliche Eintrittspforten wie Türen, Fensterrahmen oder andere Zugänge vorsorglich mit dem ARDAP Pro Ungezieferspray behandelt werden. Auf diese Weise lassen sich Speckkäfer bereits an den Eintrittsstellen über einen Zeitraum von bis zu 6 Wochen bekämpfen, bevor sie sich im Haus weiter ausbreiten.
Ist der Gemeine Speckkäfer schlimm?
Der Gemeine Speckkäfer gilt als Vorrats- und Materialschädling und kann zudem die Hygiene und Gesundheit beeinträchtigen. Die eigentlichen Schäden entstehen meist durch die Larven des Speckkäfers, die sich von organischen Materialien ernähren. Bei einem stärkeren Befall können dadurch Lebensmittel, Textilien oder andere Materialien beschädigt werden. Wird ein Befall festgestellt, lässt sich dieser durch die Kombination aus hygienischen Maßnahmen und der gezielten Behandlung der Umgebung mit ARDAP Produkten zuverlässig eindämmen.
Wo legen Speckkäfer ihre Eier ab?
Speckkäfer legen ihre Eier bevorzugt an geschützten Orten ab. Typische Ablageorte sind Ritzen, hinter Fußleisten, unter Teppichen oder in Vorräten. Dort entwickeln sich die Larven zunächst unbemerkt und beginnen anschließend mit ihrer Nahrungssuche. Treten Speckkäfer bereits in mehreren Bereichen der Wohnung auf, kann je nach Befallsstärke neben punktuellen Maßnahmen mit dem ARDAP Pro Langzeit Flohspray oder ARDAP Pro Ungezieferspray auch eine umfassende Behandlung des gesamten Raumes mit dem mit ARDAP Pro Fogger sinnvoll sein. Dieser verteilt hochwirksame Wirkstoffe im gesamten Raum und kann so auch versteckte Entwicklungsstadien über einen Zeitraum von bis zu 6 Monaten bekämpfen.









