- Was sind eigentlich Fischchen?
- Geisterfischchen – das geheimnisvolle Ur-Insekt
- Schadwirkung von Geisterfischchen
- Sind Geisterfischchen Hygiene-Schädlinge?
- Was gegen Silberfische hilft, hilft auch gegen Geisterfische!
- Fazit
Was sind eigentlich Fischchen?
Fischchen sind uralte Insekten, die sich durch ihren schuppenbedeckten Körper und ihre drei langen Schwanzanhänge auszeichnen. Sie gehören zur Familie der Lepismatidae und haben seit ihrer Entstehung vor mehr als 300 Millionen Jahren kaum Änderungen in ihrem Aussehen erfahren.

Daher bezeichnen die Biologen die Fischchen auch als Ur-Insekten. In unseren Haushalten treten verschiedene Arten auf:
- Silberfischchen (Lepisma saccharina): bekannt für ihre Vorliebe für feuchte Umgebungen wie Badezimmer oder Küchen. Sie benötigen eine Luftfeuchtigkeit von über 70 % um zu überleben.
- Papierfischchen (Ctenolepisma longicaudatum): größer als Silberfischchen und oft in trockenen Archiven oder Bibliotheken zu finden.
- Ofenfischchen (Thermobia domestica): liebt Temperaturen über 30 °C und siedelt sich daher oft in Heizungsräumen oder in der Nähe von Öfen an.
- Kammfischchen (Ctenolepisma lineata): seltener, aber in Europa auch nachweisbar. Sie sind robuster und überleben auch bei niedrigerer Luftfeuchtigkeit.
Die Geisterfischchen (Ctenolepisma calva) heben sich durch ihre Vorliebe für trockene, warme Umgebungen und ihre blass-transparente Erscheinung, der sie auch ihren Namen verdanken, von anderen Fischchen Arten ab.
Geisterfischchen – das geheimnisvolle Ur-Insekt
Geister- und andere Fischchen gehören zu den ältesten landlebenden Insekten und werden darum oft auch Ur-Insekten genannt. Ihre Evolutionsgeschichte reicht rund 300 Millionen Jahre zurück, doch sie haben sich während dieser Zeit kaum verändert. Zudem sind sie synanthrop – so nennt man Tiere, die ausschließlich in der Nähe von Menschen vorkommen – weshalb ihr ursprünglicher natürlicher Lebensraum heute nur noch schwer feststellbar bzw. unbekannt ist.
Aussehen und besondere Merkmale
Geisterfischchen sind sehr hell, fast durchscheinend und dabei schwach glänzend. Diesem leicht „geisterhaften“ Aussehen verdankt die Art auch ihren Namen. Mit einer Körperlänge von bis zu 8 mm sind sie im Mittel ein wenig kleiner als ihre Verwandten, doch das charakteristische Aussehen (spindelförmiger, segmentierter Körper, zwei lange Fühler am vorderen und drei lange Antennen am hinteren Ende) macht sie auf den ersten Blick eindeutig als Fischchen erkennbar.

Bild: Das Geisterfischchen (Ctenolepisma calva) aus Chemnitz, Sachsen, Deutschland. Autor: Bushnest , lizensiert unter CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Fischchen paaren sich nicht, sondern pflanzen sich über ein indirektes Verfahren fort, bei dem die Männchen Spermatophoren ablegen, welche die Weibchen aufnehmen. Diese indirekte Art der Fortpflanzung spiegelt ihre lange evolutionäre Geschichte wider, da sie ein sehr ursprüngliches Reproduktionssystem beibehalten haben. Ihre Fähigkeit, viele Eier in versteckten Orten abzulegen, und ihre Anpassungsfähigkeit an verschiedene Bedingungen machen sie zu hartnäckigen Schädlingen.
Vorkommen und Verbreitung
Fischchen sind auf der ganzen Welt zu Hause, nur in der Antarktis gibt es sie nicht. Geisterfische sind zwar in unseren Breitengraden (noch) selten, doch werden sie durch den globalen Handel immer häufiger eingeschleppt, vor allem durch Warenimporte aus warmen, eher trockenen Ländern. Angenehm warme, trockene Räume wie Lagerhäuser, Dachböden, Zwischendecken oder Verstecke hinter Möbeln in Wohnbereichen bieten ihnen günstige Lebens- und Fortpflanzungsbedingungen. Feuchtigkeit und extreme Kälte verkürzen ihre Lebensdauer hingegen erheblich.
Aufgrund ihrer Vorliebe für Wärme (Wohlfühltemperatur 20-30 °C) mit vergleichsweise niedriger relativer Luftfeuchtigkeit (40-50 %) unterscheiden sich Geisterfischchen deutlich von feuchtigkeitsliebenden Arten wie den heimischen Silberfischchen. Sie sind daher auch kein Anzeichen für Schimmelbefall, ein erhöhtes Schimmelrisiko oder zu feuchte Wände oder Räume.

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Zum ProduktLebensweise und Ernährung
Geisterfischchen ernähren sich von stärkehaltigen Materialien wie Klebstoffen, Papier, Hautschuppen oder Textilfasern. Ihre Fähigkeit, auch bei spärlicher Nahrungszufuhr zu überleben, macht sie zu hartnäckigen Eindringlingen. Im Notfall können sie mehrere Wochen ohne Nahrung auskommen.
Wie alle Fischchen Arten sind auch die exotischen Geisterfischchen sehr beweglich. Sie können durch kleinste Ritzen und Fugen schlüpfen oder sich hinter Fußleisten oder Möbeln verstecken. Viele moderne Wohnräume bieten Geisterfischchen ideale Lebensbedingungen. Meist gelangen sie mit Importwaren bzw. deren Verpackungen in die Wohnung. In großen Gebäuden, z.B. Bibliotheken, Schulen oder Mehrfamilienhäusern, können sie durch Ritzen und Spalten, über Lüftungsschächte und Rohrsysteme von einem Bereich in den anderen wechseln.
Schadwirkung von Geisterfischchen
Geisterfischchen in der Wohnung stellen keine Gefahr für die Gesundheit dar und sind für Menschen, Haus- und Nutztiere nicht direkt schädlich. Die Fischchen beißen, stechen und kratzen nicht, saugen kein Blut und übertragen keine Krankheiten. Sie hinterlassen jedoch Fraßschäden, etwa an Büchern, Tapeten oder Textilien.
Vor allem in Haushalten oder öffentlichen Gebäuden mit wertvollen Materialien können Geisterfischchen gefährlich werden. Wird der Befall nicht rechtzeitig erkannt und gestoppt, können wirtschaftliche, kulturelle und andere Schäden entstehen, etwa durch die Beschädigung oder Zerstörung von Dokumenten, Kulturgütern oder Sammlerstücken.
Sind Geisterfischchen Hygiene-Schädlinge?
Geisterfischchen zählen nicht zu den klassischen Hygieneschädlingen, da sie keine Krankheitserreger übertragen und weder die Gesundheit noch die Hygiene direkt gefährden. Dennoch kann ihre Anwesenheit, insbesondere in Küchen, Vorratskammern oder in der Nähe von Lebensmitteln, als unangenehm, eklig und störend empfunden werden. Oft werden sie erst bemerkt, wenn ihre Spuren, wie z.B. winzige dunkle Kotkrümel, transparente oder glänzende Schuppenreste, auf Regaloberflächen, Schrankböden o.Ä. sichtbar werden. Obwohl die Geisterfischchen selbst keine Keime verbreiten, können sie Materialien beschädigen, die mit Lebensmitteln in Kontakt stehen, vor allem Verpackungen.

Sind Geisterfischchen Material-Schädlinge?
Geisterfischchen sind Materialschädlinge und können erhebliche Schäden an verschiedenen Materialien verursachen. Wie andere Fischchen ernähren sie sich von stärkehaltigen und proteinreichen Substanzen, die sich in nahezu allen Haushalten und Gewerbebereichen finden. Auf ihrem Speiseplan stehen unter anderem:
- Bücher und Bilder: Geisterfischchen können Zellulose, den Hauptbestandteil von Papier, mithilfe spezieller Enzyme zu Zucker verstoffwechseln. Noch leichter verdaulich und darum besonders begehrt sind gehaltvolle Mischprodukte wie alter Buchleim, Fotopapier, organische Bindemittel in Farben oder stärkehaltige Klebstoffe in Buchbindungen, Ordnern und Verpackungen. Beim Anknabbern von Papieroberflächen oder Beschichtungen hinterlassen Fischchen charakteristische Fraßspuren in Form von kleinen, unregelmäßigen Löchern oder Rillen. Besonders gefährdet sind Archivbestände, Bibliotheken und Sammlungen, die in trockenen und staubigen Räumen gelagert werden.
- Tapeten und Tapetenkleister: Tapezierte Wände bieten Geisterfischchen nicht nur gute Verstecke, sondern auch einen schmackhaften Mix aus Zellulose, Stärke und anderen organischen Substanzen (z. B. Proteinen und Fetten in Staub, Hautschüppchen und anderen Ablagerungen auf der Wandbeschichtung). Fischchen können Tapeten beschädigen, indem sie sich unter der Tapete häuslich einrichten, den Klebstoff zwischen Wand und Papier fressen oder Löcher ins Papier knabbern.
- Textilien: Natürliche Fasern wie Baumwolle, Leinen oder Seide werden von Geisterfischchen ebenfalls gern gefressen, insbesondere wenn sie durch Schweiß, Hautschuppen oder andere organische Substanzen „angereichert“ sind.
Was gegen Silberfische hilft, hilft auch gegen Geisterfische!
Geisterfischchen gelangen durch menschliche Aktivitäten ins Haus. Regelmäßige Kontrolle und sorgfältige Reinigung sind entscheidend, um eine Einschleppung zu vermeiden. Sollten dennoch Geisterfischchen auftreten, helfen gezielte Repellentien (Abwehrmittel) oder Insektizide bzw. Insektenbekämpfungsmittel, um den Befall zu stoppen.
Zum Verhindern von Materialschäden empfehlen sich die regelmäßige Reinigung und das gründliche Absaugen von Fugen, Fußleisten und Zwischenräumen. Archiv- und Lagerräume sollten möglichst staubfrei gehalten werden, um die Nahrungsquellen der Geisterfischchen zu minimieren. Empfindliche Materialien, die bei einer relativen Luftfeuchtigkeit unter 40% und Temperaturen unter 20 °C gelagert werden, sind weniger anfällig für einen Befall. Bücher, Fotos, Dokumente oder Textilien können zum Schutz vor Fischchen in luftdichten Boxen oder Plastikfolien aufbewahrt werden.
Weiche, Fischchen! Geisterfischchen gezielt abwehren
Repellierende Mittel wirken, indem sie Stoffe freisetzen, die auf Insekten (z.B. Fischchen, Schaben, Flöhe) und Spinnentiere (z. B. Zecken, Milben) unangenehm und abschreckend wirken, sodass unerwünschtes Ungeziefer die behandelten Bereiche meidet. Das ARDAP Repell Silberfisch-Spray ist ein bewährtes und effektives Mittel zur Abwehr von Fischchen. Das Spray basiert auf dem Wirkstoff Pyrethrum aus der Chrysantheme und ist ideal zur Anwendung in Wohnräumen, Küchen, Bädern, Wasch- und Toilettenräumen, Kellern, Lager- und Abstellräumen.

Ghostbusters! Geisterfischchen effektiv bekämpfen
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Als weitere effektive Produkte zur Schädlings-Bekämpfung haben sich spezielle Sprays bewährt. Mit dem ARDAP Pro Langzeit-Flohspray können Sie nicht nur Flöhe schnell wieder loswerden, sondern auch Geisterfische und andere Fischchen-Arten, Schaben sowie weitere lästige Insekten bekämpfen. Das hocheffiziente Spray hat eine Langzeitwirkung von bis zu sechs Monaten und ermöglicht das gezielte Besprühen von Ritzen, Fugen, Tapeten und anderen Bereichen, in denen Sie Ungeziefer vermuten oder gesichtet haben. Auch das ARDAP Pro Ungezieferspray bekämpft Fischchen aller Art gezielt und langfristig.
Das Aufstellen von Köderdosen für Insekten ist eine hochwirksame, ergänzende Maßnahme zur Bekämpfung von Geisterfischchen. Die ARDAP Pro Silberfischchen Köderdose ist ideal zum Aufstellen im gesamten Haushalt. Dank des neuartigen Ködergels übt sie eine starke Lockwirkung auf Fischchen aus. Die Insekten krabbeln in die Dose hinein, nehmen das Gel mitsamt dem Wirkstoff auf und tragen es in ihre Verstecke, wo der Köder zeitnah seine Wirkung entfaltet. So können Sie effektiv auch größere Populationen bekämpfen und das Heranwachsen neuer Fischchen langfristig verhindern.
Fazit
Geisterfischchen stammen aus warmen und trockenen Klimazonen, können durch den globalen Handel jedoch auch nach Deutschland kommen. Ins Haus gelangen sie üblicherweise mit Importwaren und deren Verpackungsmaterial.
Sie gelten als Materialschädlinge, die sich von stärkehaltigen und proteinreichen Substanzen ernähren und an diesen Fraßspuren und damit auch starke Schädigungen hinterlassen können.
Zur Abwehr dieser ungebetenen Gäste empfehlen sich repellierende Produkte wie das ARDAP Repell Silberfisch-Spray. Für eine langfristige Bekämpfung - insbesondere größerer Ansammlungen – sind ARDAP Pro Produkte wie der Fogger oder das Langzeit-Flohspray, das Ungezieferspray aber auch die Silberfischchen Köderdose geeignet. So schützen Sie Ihr Zuhause umfassend, sicher und langfristig.