In diesem Artikel erfahren Sie mehr über Papierfische sowie deren Lebensweise und erhalten praktische Tipps zur Bekämpfung der Schädlinge. Unser Experte, Prof. Dr. med. vet. Norbert Mencke, unterstützt uns dabei wie immer mit seinem Wissen und seiner langjährigen Erfahrung als Fachtierarzt und Parasitologe.
- Was sind eigentlich Fischchen?
- Papierfische - haben Papier zum Fressen gern
- Welche Schäden richten Papierfischchen an?
- Rechtzeitig durchgreifen, Papierfische gezielt bekämpfen
- Fazit
Was sind eigentlich Fischchen?
Fischchen gehören zur Familie der Lepismatidae und zählen zu den ältesten noch lebenden Insektenarten. Es gibt sie schon seit rund 300 Millionen Jahren, und in dieser langen Zeit haben sie sich kaum verändert. Darum werden sie oft auch als Ur-Insekten bezeichnet. Den Namen „Fisch“ oder „Fischchen“ verdanken sie ihrer schimmernden, mit winzigen Schuppen bedeckten Körperoberfläche, die an Fischhaut erinnert, sowie ihrer charakteristischen ruck- bis wellenartigen Fortbewegung, bei der die drei Schwanzfäden sich mitbewegen.

Zu den bekanntesten Vertretern der Fischchen gehören Silberfische (Lepisma saccharina) und Papierfische (Ctenolepisma longicaudata). Der Hauptunterschied zwischen den beiden Arten ist, dass Silberfischchen zwar oft auf Probleme hinweisen, sie selbst jedoch nur selten Schäden verursachen. So sind Silberfische, die dauerhaft mindestens 75% Luftfeuchtigkeit zum Überleben brauchen, immer ein Warnzeichen für zu hohe Feuchtigkeit in Raumluft und / oder Baustoffen, sowie das damit einhergehende Risiko von Feuchteschäden und Schimmelbefall. Oft werden sie zusammen mit Schimmelflecken an feuchten Wänden oder Tapeten entdeckt und dann durch das Trockenlegen und Renovieren vertrieben.
Papierfische fühlen sich dagegen in trockenen Räumen wohl und sind Materialschädlinge, die umso größere Schäden anrichten können, je länger der Befall unentdeckt bleibt.

Papierfische - haben Papier zum Fressen gern
Papierfische kommen hervorragend in trockeneren Umgebungen zurecht. Ihnen genügt eine Luftfeuchtigkeit von rund 50%, um lange zu leben und sich zu vermehren. Außerdem können sie mit speziellen Enzymen Zellulose in Zucker umwandeln. Das macht sie besonders effizient im Zersetzen von Papier und gefährlich für Bücher, Fotos, Dokumente, Ordner und Kartons.

Aussehen und besondere Merkmale der Papierfische
Papierfischchen werden, ohne Fühler und Schwanzfäden, bis zu 15 mm lang und sind damit deutlich größer als Silberfische. Ihre Körperoberfläche ist silbrig-grau, meist mit dunkleren Streifen oder Flecken, und hat eher einen matten Schimmer, keinen metallischen Hochglanz wie die Schuppen von Silberfischchen.
Papierfischchen können unter optimalen Bedingungen bis zu 7 Jahre alt werden. Ein Papierfisch-Weibchen legt in seinem Leben rund 50 bis 200 Eier, was für Insekten sehr wenig ist. Die Entwicklung des Fischchens vom Ei bis zum adulten Insekt dauert je nach Temperatur und Nahrungsangebot mehrere Monate bis ein Jahr. Nach dem Erreichen des Erwachsenen-Stadiums häuten sich die Papierfische weiterhin regelmäßig, etwas was sonst bei den uns bekannten Insekten (Mücken, Fliegen, Flöhe) nicht vorkommt. Sie gehören zu den Insektenarten, die lebenslang weiter wachsen können.
Vorkommen und Verbreitung
Papierfische stammen ursprünglich aus wärmeren Regionen, haben sich jedoch weltweit verbreitet. Sie fühlen sich am wohlsten in trockenen, warmen Lagerstätten mit ausreichend zellulose- und stärkebasierter Nahrung. In großen Gebäuden nutzen sie Ritzen, Spalten, Lüftungsschächte, Zwischendecken und andere dunkle, geschützte Bereiche, um sich zu verstecken oder von einem Bereich in den anderen zu wechseln.

Lebensweise und Ernährung
Papierfische ernähren sich hauptsächlich von Zellulose, die sie mithilfe eines speziellen Enzyms in Zucker umwandeln können, aber auch von anderen organischen Stoffen wie Stärke und Proteinen, die sie unter anderem in Buchbindematerialien, Tapetenkleister, Farben und Beschichtungen finden. Sie knabbern auch Textilien aus natürlichen Fasern an, die Zucker und Proteine enthalten. Notfalls können Papierfische monatelang ohne Nahrung auskommen und auch Kälte für eine Weile aushalten. Sinkt die Temperatur unter 10 °C, verlangsamt sich ihr Stoffwechsel, wodurch sie nahezu inaktiv werden. Für Frost sind Fischchen jedoch nicht geschaffen. Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt können sie nicht überleben.
Papierfischchen und Silberfischchen – Unterschiede im Überblick
Merkmale | Silberfischchen | Papierfischchen |
---|---|---|
Größe (ohne Tastorgane) | ca. 6 – 12 mm | ca. 10 – 15 mm |
Tastorgane | doppelte Größe | dreifache Größe |
Färbung | silbrig glänzend | silbergrau |
Abdomen | ohne Borstenkämme | drei Borstenkämme |
Lebensraum | warm und feucht | warm und trocken |
Luftfeuchtigkeit | hoch (75-90 %) | 50 % |
Temperatur | 20 – 30 °C | 20 – 25 °C |
Bevorzugte Nahrung | Zucker, Stärke; Schimmelpilze, Allesfresser | Zellulose, Stärle, Zucker; Allesfresser |
Schadwirkung | Indikator für zu hohe Feuchtigkeit und Schimmel | Materialschädling: Papiererzeugnisse wie Bücher, Fotos, Dokumente, Tapeten oder Textilien |
Welche Schäden richten Papierfischchen an?
Die Schadwirkung von Papierfischchen zeigt sich u.a. in durchlöcherten Buchseiten, unleserlichen Texten und zerstörten Einbänden. Charakteristisch sind auch feine Abriebstellen, die auf den Konsum von Kleber, Buchleim oder Beschichtungen hinweisen. Diese Spuren helfen Experten, Papierfische anhand ihrer Fraßspuren von anderen Schädlingen zu unterscheiden. Sind wertvolle historische Dokumente oder Sammlungen betroffen, kann ein Papierfischbefall hohe wirtschaftliche und kulturelle Schäden verursachen.

Wie werden Papierfische eingeschleppt?
Papierfischchen gelangen besonders häufig in Verpackungen, Kartons, Büchern und anderen Papiererzeugnissen ins Land und in Gebäude. So können die Schädlinge und deren Eier in jeder Umverpackung aus Papier oder Pappe sowie in Lebensmittelverpackungen eingeschleppt werden. Sie reisen aber auch in Holzritzen und Astlöchern (z.B. auf Paletten), mit Secondhand-Möbeln, Antiquitäten und Textilien.
Wichtige Dokumente und Bücher vor Papierfischen schützen
Um wertvolle Dokumente vor Papierfischchen zu schützen, können diese laminiert und / oder in säurefreien Hüllen gelagert werden. Kontrollieren Sie potenziell gefährdete Bestände am besten regelmäßig, damit Materialschäden und damit einhergehende Verluste bestmöglich verhindert werden. Achten Sie bei Büchern und Unterlagen insbesondere auf Fraßspuren sowie auf andere Anzeichen eines Befalls, um rechtzeitig geeignete Maßnahmen zur Bekämpfung ergreifen zu können.
Rechtzeitig durchgreifen, Papierfische gezielt bekämpfen
Meist wird ein Papierfischbefall erst spät entdeckt, denn die Spuren und Hinterlassenschaften von Fischchen, z. B. Eier, Schuppen oder Kotkrümel, sind geruchlos und mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Bei großen Sammlungen ist es allerdings oft nicht möglich, jeden Bereich oder gar jedes einzelne Stück regelmäßig auf Papierfische, Geisterfische und andere Schädlinge zu überprüfen.
Ist bereits ein Befall vorhanden, werden zum Schutz wertvoller Güter deshalb meist hochwirksame Insektizide eingesetzt, die Papierfischchen und andere Schädlinge schnell und zuverlässig abtöten. Die vielfältigen, bewährten ARDAP Pro Produkte eignen sich zur Bekämpfung von Fischchen jeglicher Art und vielen anderen Schädlingen, darunter auch blutsaugende Parasiten wie Flöhe und Zecken sowie deren Eier und Larven.

Starke Lockwirkung
Mit ihrer speziellen Lockwirkung ziehen die ARDAP Pro Silberfischchen Köderdosen Fischchen und auch Schaben gezielt an. Diese nehmen dann den enthaltenen Köder auf und tragen ihn in ihr Versteck, wo dieser schnell seine abtötende Wirkung entfaltet. Obwohl Papierfischchen den Wirkstoff nicht wie Ameisen in ein Nest tragen und dort weitergeben, können sie den Wirkstoff innerhalb ihrer Aggregationen ebenfalls an Artgenossen übertragen. So kann das hochwirksame, neuartige Ködergel auch größere Populationen von Fischchen bekämpfen, den Befall rasch beseitigen und einer Neuansiedlung vorbeugen.

Vernebelung
Durch die Vernebelung auf Knopfdruck eignet sich der ARDAP Pro Fogger dazu, komplette Räume bis zu einer Größe von 30 bis 60 m2 von Ungeziefer zu befreien. Damit werden nicht nur Papierfischchen und Silberfischchen bekämpft, sondern auch Schaben, Flöhe, Zecken, Milben, Motten und viele weitere Schädlinge. Er eignet sich für häusliche und gewerbliche Bereiche sowie die Tierhaltung, z.B. in Taubenschlägen oder Kleintierställen. Der ARDAP Pro Fogger bietet eine Langzeitwirkung von bis zu 6 Monaten und bekämpft nicht nur adulte Fischchen, sondern auch deren Eier und Larven.

Gezielter Einsatz
Ein Ungeziefer-Spray wird direkt auf Tapeten, Ritzen sowie weitere Verstecke gesprüht, wo sich die Schädlinge aufhalten. Mit dem ARDAP Pro Langzeit Flohspray können Sie Fischchen aller Art sowie Schaben, Flöhe oder Milben sehr gezielt bekämpfen. Mit einer Langzeitwirkung von bis zu 6 Monaten bietet es eine effektive Lösung, besonders für schwer zugängliche Bereiche. Die gezielte Anwendung minimiert die Population zuverlässig und ermöglicht so eine schädlingsfreie Umgebung. Daneben bietet sich auch das ARDAP Pro Ungezieferspray mit einer Langzeitwirkung von bis zu 6 Wochen an. Für eine optimale Rundum-Bekämpfung sollten entweder die Sprays oder der ARDAP Pro Fogger in Kombination mit der ARDAP Pro Köderdose angewendet werden.
Fazit
Papierfische können in zahlreichen alltäglichen Gegenständen aus Papier, Pappe, Holz oder anderen organischen Stoffen ins Haus oder die Wohnung gelangen.
Angelockt werden sie zudem durch stärkehaltige Materialien wie beschichtetes Papier, Buchleim, Tapetenkleister oder Zuckerreste. Staub und organische Rückstände bieten ihnen zusätzliche Nahrungsquellen. Eine relative Luftfeuchtigkeit von 50 % und Temperaturen zwischen 20–25 °C begünstigen zudem ihre Ansiedlung. Durch Laminieren können Sie gefährdete Papiererzeugnisse schützen.
Setzen Sie auf eine effektive Bekämpfung der Schädlinge mittels hochwirksamer, zuverlässiger ARDAP Pro Produkte. So schützen Sie Ihr häusliches Umfeld samt wertvoller Dokumente auch langfristig.