Mit Unterstützung des erfahrenen Fachtierarztes und Parasitologen Prof. Dr. med. vet. Norbert Mencke bieten wir Ihnen praxisnahe Ratschläge und bewährte Produktempfehlungen zur Abwehr und Bekämpfung von Schädlingen.
- Was sind eigentlich Fischchen?
- Ofenfischchen – der Bäckerei-Schädling
- Schadwirkung von Ofenfischchen
- Befall in Betrieben unbedingt bekämpfen
- Fazit

Was sind eigentlich Fischchen?
Fischchen gehören zur Insektenfamilie der Lepismatidae, die sich seit über 300 Millionen Jahren kaum verändert hat. Sie sind flügellos, lichtscheu und bevorzugen feuchte und warme Umgebungen. Zu den bekannten Arten zählen:
Silberfischchen (Lepisma saccharina): Vor allem in feuchten Haushaltsräumen wie Bädern oder Kellern; braucht zur Vermehrung mindestens 75 % relative Luftfeuchtigkeit.
Papierfischchen (Ctenolepisma longicaudata): verträgt Trockenheit und kühlere Temperaturen; frisst besonders gern Zellulose und stärkhaltige Substanzen wie Buchein, Fotobeschichtungen oder Tapetenkleister; bei Befall ernstzunehmender Materialschädling, z. B. in Museen und Bibliotheken.
Kammfischchen (Ctenolepisma lineata): seltener als Papier- oder Silberfische und auch weniger erforscht.
Geisterfischchen (Ctenolepisma calva): exotisches, durchscheinendes Aussehen; kommt aus wärmeren Ländern; gelangt vor allem durch den internationalen Handel immer öfter auch nach Deutschland.
Ofenfischchen (Thermobia domestica): ähneln den Silberfischen. Sie sind jedoch deutlich besser an hohe Temperaturen und trockene Umgebungen angepasst als ihre kleineren, silbern glänzenden Verwandten. Durch seine Vorliebe für warme bis heiße Bereiche hat sich das Ofenfischchen auch seinen Ruf als Bäckerei-Schädling erworben.

Ofenfischchen – der Bäckerei-Schädling
Ofenfischchen halten sich bevorzugt in Bereichen auf, die konstant sehr warm (30-50 °C) und trocken sind, etwa in Backstuben, Heizräumen und Vorratslagern. Weil sie sich vorwiegend von stärkehaltigen Materialien wie Mehl oder Papier ernähren, stellen sie in Bäckereien nicht nur ein Hygieneproblem dar, sondern können auch wirtschaftliche Schäden anrichten.
Da die kleinen Insekten nicht viel Nahrung benötigen und selbst in winzige Ritzen und Spalten passen, ist es kaum möglich, eine Backstube oder einen ähnlichen Produktionsbetrieb allein durch Putzen so sauber zu halten, dass sich nirgendwo mehr kohlenhydratreiche Rückstände wie z.B. Mehl- oder Zuckerreste finden lassen, die den Ofenfischchen als Nahrungsquelle dienen.

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Ofenfischchen haben einen länglichen, schuppenbedeckten Körper, dessen Grundfarbe gelblich mit schwarzen Flecken ist. Sie erreichen eine Länge von etwa 10–13 mm ohne Antennen. Jedes Fischchen hat am Kopfende zwei lange Fühler, die etwa doppelt so lang wie der Körper sind. Am hinteren Ende finden sich drei körperlange Schwanzfäden mit geringelter Optik. Mit diesen Antennen tastet es seine Umgebung ab, nimmt Luft- und Bauteilschwingungen sehr genau wahr, bleibt beim schnellen Rennen und Wenden im Gleichgewicht und kann sich auch in völliger Dunkelheit und engen Spalten und Ritzen hervorragend bewegen und zurechtfinden.
Unter idealen Bedingungen kann ein Ofenfischchen drei Jahre alt werden, was im Vergleich zu anderen Fischchen Arten nicht lang ist. Zum Vergleich: Silberfische haben eine Lebenserwartung von bis zu 6, Geisterfische sogar von bis zu 7 Jahren, wenn sie sich mit Temperatur, Feuchtigkeit und Nahrungsangebot in ihrer Umgebung rundum wohlfühlen.

Wie andere Fischchen vermehren sich auch Ofenfische nicht durch direkte, sondern durch indirekte Paarung. Dieser Übertragungsprozess, der Körperkontakt weitgehend vermeidet, ist typisch für viele urzeitliche oder primitive Insektenarten. Der Paarungstanz der Fischchen ist ein faszinierender, mehrstufiger Prozess, der chemische, taktile und visuelle Signale miteinander kombiniert. Zuerst setzt das Männchen Lockstoffe (Pheromone) frei, um ein Weibchen anzulocken. Ohne diese chemischen Signale wäre es für die Tierchen, die sich bevorzugt in Dunkelheit aufhalten und auch keine Nester bauen, schwierig, überhaupt Paarungspartner zu finden.
Sobald ein Weibchen in der Nähe ist, beginnt das männliche Fischchen mit einem tänzelnden Bewegungsmuster. Es bewegt sich hin und her oder in Kreisen und nutzt seine langen Fühler, um das Weibchen zu berühren und dessen Bereitschaft zur Paarung zu prüfen. Zudem spinnt das Männchen einen feinen Spermafaden (Spermatophore), den es ablegt und an glatten Oberflächen auch recht gut befestigen kann, und schiebt das Weibchen beim Tanzen sanft in die Nähe dieses Samenpäckchens. Nimmt das Weibchen die Spermatophore auf, wird die Befruchtung möglich. Nach der Paarung trennen sich die Partner wieder. Später legt das weibliche Fischchen die befruchteten Eier an geschützten, warmen Orten ab, wo daraus dann winzige Larven schlüpfen.
Vorkommen und Verbreitung
Ofenfischchen stammen ursprünglich aus tropischen Regionen, haben sich aber weltweit verbreitet. Sie sind besonders in Bäckereien, Lagerräumen und anderen heißen Bereichen anzutreffen. Ein Befall erfolgt oft durch Einschleppung über Kartons oder andere Materialien. Im Vergleich zu anderen Insekten vermehren sich Fischchen eher langsam. Da sie zudem weder stechen noch Blut saugen oder Krankheitskeime verbreiten, ist ein Ofenfischchenbefall keine plötzlich ausbrechende Plage, wie dies z.B. bei Flöhen sein kann. Da sie als Hygieneschädlinge jedoch eine Gefahr für Betriebe darstellen, sollte ihr Auftreten schnelles Handeln auf den Plan rufen.
Lebensweise und Ernährung
Ofenfischchen sind nachtaktiv, lichtscheu und wie alle Fischchen sehr flinke und wendige Läufer. Mit bis zu 3 m pro Sekunde sind die kleinen Ur-Insekten so schnell, dass es fast unmöglich ist, sie länger anzusehen oder zu fangen. Fliegen oder springen können sie nicht, doch laufen sie bei Bedarf auch mühelos an der Wand oder Decke entlang.

Auf dem Speiseplan des Ofenfischchens stehen stärke- und zuckerhaltige Stoffe wie Mehl, Zuckerreste, Klebstoffe, Beschichtungen, organische Bindemittel oder auch Textilien. Zellulose können sie mit einem besonderen Verdauungsenzym direkt in Zucker umwandeln und darum auch Papier und Pappe fressen. Im Notfall kommen sie auch monatelang ohne Nahrung aus.
Ein Ofenfischchen kann bei günstigen Bedingungen bis zu drei Jahre alt werden. Weibliche Tiere legen während ihrer Lebenszeit ungefähr 100 bis 150 Eier ab – eine vergleichsweise langsame Fortpflanzungsrate für ein Insekt. Je nach Temperatur dauert es zwischen 12 und 60 Tagen, bis das Babyfischchen aus dem Ei schlüpft. Bei den Fischchen findet keine Metamorphose statt, d.h. Larve und Imago der Insekten sehen gleich aus, wodurch eine Identifizierung der Entwicklungsstadien fast unmöglich ist.
Die Entwicklung des Nachwuchses erfolgt am schnellsten bei Temperaturen zwischen 32 und 41 °C. Daher können sich Ofenfische in warmen und feuchten Umgebungen wie Bäckereien um einiges schneller vermehren, so dass die Population ohne wirksame Gegenmaßnahmen stark ansteigen kann.
In einer Bäckerei sind die Umweltbedingungen für Ofenfischchen (Thermobia domestica) nahezu ideal, was ihre Vermehrung deutlich beschleunigt. Die Entwicklungszeit vom Ei zum geschlechtsreifen Tier dauert nur rund 3 bis 4 Monate (in kühleren Umgebungen bis zu 12 Monate). Zudem herrscht in einer Backstube durch die Backprozesse häufig eine hohe Luftfeuchtigkeit von 70 % und mehr vor, die das Überleben der Eier und Jungtiere begünstigt.
Schadwirkung von Ofenfischchen
Ofenfischchen verursachen Materialschäden an Lebensmitteln, Verpackungen und Dokumenten. In sensiblen Bereichen wie Bäckereien und anderen Lebensmittel-Produktionsstätten können sie daher ein hygienisches Problem darstellen. Außerdem verursachen die Fraßschäden von Fischchen an stärkehaltigen Materialien und Verpackungen bei akutem, starkem Befall zuweilen auch wirtschaftliche Verluste.
In Bibliotheken, Archiven oder Museen können auch Ofenfische die Bestände gefährden, doch hier sind Papierfischchen, die es kühler mögen, häufiger anzutreffen und mehr gefürchtet.

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Zum ProduktBefall in Betrieben unbedingt bekämpfen
Ein paar Ofenfischchen in der Wohnung sind in der Regel kein Problem. Hier lassen sich Ofenfischchen mithilfe des ARDAP Repell Silberfisch-Sprays schnell und effektiv abwehren. Wahrscheinlich bekommen Sie von den winzigen Mitbewohnern gar nichts mit. Ein akuter Befall mit Ofenfischchen im Betrieb sollte jedoch umgehend bekämpft werden. Gezielte Maßnahmen können mithilfe der ARDAP Pro Produkte von Ihnen selbst durchgeführt werden.

Fraßköder
Köderdosen für Insekten ermöglichen grundsätzlich eine gezielte Bekämpfung der Schädlinge ohne größeren Aufwand. Die ARDAP Pro Silberfischchen Köderdose ist eine sehr effiziente Lösung zur zuverlässigen Bekämpfung von Ofen- und anderen Fischchen sowie Schaben. Dank der starken Lockwirkung des neuartigen Köders laufen die Insekten in die Dose, nehmen das Gel auf, tragen es in ihr Versteck und verenden kurz darauf.
Im Gegensatz zu eusozialen Insekten wie Ameisen, die in Kolonien leben und Gift aus Köderdosen im Nest weitergeben, leben Ofenfischchen nicht in sozialen Verbänden und bauen keine Nester. Stattdessen kommunizieren sie über Pheromone, die auch zu Ansammlungen, sogenannten Aggregationen, führen können. In diesen Gruppen besteht die Möglichkeit, dass weitere Artgenossen durch Kontakt mit dem Köder ebenfalls abgetötet werden.
Die Anwendung der feuchtigkeitsbeständigen Köderdose eignet sich ideal für Bereiche wie Backstube und Küche sowie Badezimmer, Toilette, Waschraum, Lager oder Keller. Der Köder wirkt schnell und mit einer Langzeitwirkung von bis zu drei Monaten.

Insektizid-Vernebler
Ein Insektizid-Fogger vernebelt den gesamten Raum auf Knopfdruck. Der ARDAP Pro Fogger ist ein hochwirksames Mittel, mit dem Sie sowohl Ofen- als auch Silber- und Papierfischchen ebenso wie Schaben und zahlreiche weitere Schädlinge (Flöhe, Zecken, Milben, Motten, Spinnen) zuverlässig bekämpfen können. Mit seiner Vielseitigkeit ist er ideal für den Einsatz in häuslichen und gewerblichen Bereichen.
Dank der Langzeitwirkung von bis zu sechs Monaten sorgt der ARDAP Pro Fogger für eine langfristige Schädlingsbekämpfung in allen Entwicklungsstadien, auch bei großen Populationen.

Ungeziefer-Sprays
Ein Spray bietet eine praktische und effiziente Lösung zur Schädlingsbekämpfung und Bestandskontrolle in Wohn- oder Arbeitsbereichen. Das ARDAP Pro Ungezieferspray ermöglicht eine präzise Anwendung, insbesondere in schwer zugänglichen Bereichen wie hinter Fußleisten und an den Tapeten, in Bodenritzen und Fugen sowie entlang der Fußleisten. Damit eignet sich dieses vielseitige Insektenspray gleichermaßen hervorragend zur Bekämpfung von Ofenfischen als auch Silberfischen, Papierfischen, Schaben sowie anderen unerwünschten Insekten und Spinnentieren. Daneben lässt sich durch das gezielte Besprühen beliebter Verstecke mit dem ARDAP Pro Langzeit Flohspray eine Bekämpfung der Schädlinge mit einer Langzeitwirkung von bis zu sechs Monaten ermöglichen. Damit werden alle Entwicklungsstadien wie Eier und Larven der Fischchen zuverlässig beseitigt.
Fazit
Ofenfischchen sind gelblichweiße, schuppenbedeckte Insekten mit einer Körperlänge von etwa 10 bis 12 Millimetern. Sie haben lange, fadenförmige Antennen und drei Schwanzfäden am hinteren Körperende. Ihr Aussehen erinnert an kleine, bewegliche Fischchen, daher ihr Name.
Die Insekten ernähren sich bevorzugt von stärke- und zuckerhaltigen Materialien. Dazu zählen Mehl, Papier, Kleber und Textilien. Sie knabbern aber auch an Büchern, Kartons und Lebensmitteln. Ofenfische werden auch als „Bäckereischädlinge“ bezeichnet, weil sie sich in sehr warmen Umgebungen besonders wohlfühlen, schneller vermehren und eben dort auch eine Hygienegefahr darstellen können. Besonders für gewerbliche Betriebe ist das Auftreten dieser Insekten daher auch besonders kritisch. Mit Produkten von ARDAP Pro können Sie die Ofenfische schnell und effizient bekämpfen und eine Ausbreitung des Befalls gezielt verhindern.