Flöhe bei Hunden

Flöhe bei Hunden: zuverlässig erkennen und bekämpfen

Sie möchten in Erfahrung bringen, warum Flöhe in der Wohnung so gefährlich sind und warum Sie Ihren Hund keinen unnötigen Risiken aussetzen sollten? Hier erfahren Sie, wie Sie einen Flohbefall am Hund erkennen können. Außerdem verraten wir Ihnen, welche Mittel am besten geeignet sind, um Flöhe bei Hunden erfolgreich zu bekämpfen und zukünftig abzuwehren. In Zusammenarbeit mit unserem Tierarzt Prof. Dr. med. vet. Norbert Mencke, Fachtierarzt für Parasitologie, unterstützen wir Sie, wenn Flöhe bei Hunden auftreten.

Inhalt
Flöhe bei Hunden bekämpfen

Woher kommt der Flohbefall: über den Lebenszyklus

Flöhe bringen gerade Hunde von draußen mit, die sich in Bereichen aufhalten, in denen sich Flöhe gut entwickeln können. Dazu zählen Außenbereiche wie Parks und Gärten oder auch der Hundeplatz.

Riskant ist es z.B. auch, wenn sich der Hund in Bereichen mit Igeln oder Wildvögeln aufhält. Häufig ist es so, dass Hunde sich bei Artgenossen infizieren, die nicht mit repellierenden, d.h. abwehrenden Mitteln gegen Flöhe behandelt wurden. Denn Flöhe können u.a. auch beim Spielen von einem Hund auf den anderen springen.

Flöhe durchlaufen einen Lebenszyklus mit verschiedenen Entwicklungsstadien. Die infektiöse Wirkung geht von den adulten Flöhen aus. Auch wenn die adulten Flöhe nur 5% der gesamten Flohpopulation ausmachen, kann sich die Flohpopulation unbehandelt rasant entwickeln.

Etwa 95% der Population gehören zur Flohbrut. Sie befällt die Umgebung des Tieres und setzt sich aus den Eiern, Larven sowie Flöhen im Puppenstadium zusammen. Diese Stadien in der Umgebung und der Wohnung sind eine konstante Quelle für einen Flohbefall.

      1. Der Lebenszyklus der Flöhe beginnt mit den Eiern. Diese können sich z.B. im Teppich befinden, in den Bodenritzen oder am Schlafplatz des Tieres. Die Eier sind winzig und messen in der Länge nur einen halben Millimeter. Sie sind zudem nicht klebrig. Legt das Flohweibchen die Eier in das Fell Ihres Hundes, fallen diese also schnell herunter und verteilen sich in der Umgebung des Hundes. Das ist der Grund dafür, weshalb sich ein Flohbefall so rasant ausbreiten kann.
      2. Nach etwa ein bis zehn Tagen schlüpfen aus den Eiern Larven. Wie schnell das geht, hängt von Umgebungsbedingungen wie der Temperatur und der Feuchtigkeit ab. Diese Larven sind mehrere Millimeter lang und ernähren sich vom Flohkot. Dabei handelt es sich um unverdautes Blut, das die erwachsenen Flöhe ausscheiden. Häufig finden sich diese Larven tief im Teppich versteckt, weil sie sich konsequent vom Licht wegbewegen, um nicht auszutrocknen.
      3. Die Larven spinnen sich im Anschluss in einen Kokon ein. Dieser Prozess dauert 5 bis 14 Tage. Dann gehen sie ins Puppenstadium über, in dem sie bis zu 6 Monate auf einen Wirt warten können. Die Flöhe bemerken einen sich nähernden Wirt zum Beispiel an der Wärme, an Erschütterungen und dem Kohlendioxidgehalt der Atemluft.
      4. Ist der Floh dann geschlüpft, springt er auf einen Wirt. Einige Floharten können dafür bis zu 48 cm weit springen. Es ist typisch, dass Flöhe den Wirt dann nicht mehr so einfach wechseln, wenn sie einmal einen geeigneten gefunden haben. Auf dem Wirt benötigt das adulte Flohweibchen so schnell wie möglich Blut, um das Überleben zu sichern und um Floheier zu produzieren.
Entwicklung Floh mit den Stadien Eier, Larven, Puppen, Flöhe

Autor - Prof. Dr. med. vet. Norbert Mencke, Tierarzt & Parasitologe

Die große Anzahl von Floheiern, die produziert werden, zusammen mit der monatelangen Überlebensfähigkeit der Puppen, zeigt die Anpassungsfähigkeit des Flohs. Genau daraus geht hervor, warum die Bemühungen groß sein müssen, um einen Flohbefall zu bekämpfen und ihm entgegenzuwirken.

Prof. Dr. med. vet. Norbert Mencke, Tierarzt und Parasitologe

Rasante Ausbreitung des Flohbefalls

Weibliche Flöhe legen im Durchschnitt 27 Eier pro Tag. Daher ist es wenig überraschend, dass es bei einem Flohbefall zu einer raschen Ausbreitung kommt. Diese findet übrigens immer statt, wenn Sie nichts dagegen unternehmen. Es ist daher nicht sinnvoll, abzuwarten und zu hoffen, dass sich das Problem von alleine löst.

Wie schnell sich die Flöhe letztlich ausbreiten, hängt entscheidend von den Umgebungsbedingungen ab. Gerade nach einem Wetterumschwung mit steigenden Temperaturen kommt es häufig dazu, dass die Population plötzlich explodiert. Zu einer solch rasanten Entwicklung kann es auch noch nach einer sehr langen Wartezeit kommen. Sollte sich nämlich noch kein geeigneter Wirt finden lassen, verbleiben die Flöhe einfach in ihrem Puppenstadium. Daher ist es so wichtig, rechtzeitig gegen den Befall vorzugehen und es nach Möglichkeit gar nicht erst zu dieser rasanten Entwicklung kommen zu lassen, indem Sie dauerhaft vorbeugende Mittel gegen Flöhe für Ihren Hund nutzen.

Die Beseitigung einzelner Flöhe reicht bei Weitem nicht aus. Bleibt ein Flohbefall unbehandelt, können sich in nur vier Wochen bis zu 250.000 Flöhe entwickeln.

Was hilft gegen Flöhe bei Hunden

Sorge vor Flohbefall am Hund? Flöhe am Hund erkennen

Ein Problem bei der Erkennung von Flöhen besteht darin, dass Sie einzelne Flöhe im dichten Haarkleid des Hundes nicht finden können. Wenn Sie wissen möchten, wie Sie Flöhe bei Hunden zuverlässig erkennen können, finden Sie hier die wichtigsten Informationen zu den typischen Symptomen und den Anzeichen in der Umgebung, die auf einen Flohbefall hindeuten.

Symptome

Einen Flohbefall können Sie zumeist dann relativ leicht erkennen, wenn dieser schon weit fortgeschritten ist. Wenn bereits mehrere Flöhe durch das Haarkleid krabbeln, können Sie diese mit bloßem Auge sehen. Jetzt ist es höchste Zeit, dass Sie handeln und gegen die Flohpopulation vorgehen. Typisch ist auch das Herumliegen von kleinem, krümeligem Flohkot. Dieser befindet sich meistens im Haarkleid des Hundes oder am bevorzugten Liegeplatz des Tieres. Weißlich-gelbe Eier können sich ebenfalls an den Liegeplätzen befinden und deuten auf einen Befall hin. Mit einer Größe von 0.5 × 0.3 mm ist es mit bloßem Auge aber nicht möglich, die Floheier zu erkennen.

Ihr Hund kratzt sich häufig und schüttelt mit dem Kopf? Auch in diesem Fall können ihn Flöhe plagen.

Deutlich schwieriger zu erkennen ist der Flohbefall, wenn er bisher erst gering ausgeprägt ist. Es ist jedoch nicht ungewöhnlich, dass die Flöhe bei Hunden keine Symptome zeigen, die sich sofort zuordnen lassen. Daher sollten Sie in die Vorbeugung investieren und einer solchen Entwicklung mit den geeigneten Mitteln entgegenwirken.

Sie vermuten einen Flohbefall? Kämmen Sie Ihren Hund mit einem Flohkamm . Mit den feinen Zinken können Sie Flohkot im Fell erkennen und auskämmen. Flohkot im Fell deutet eindeutig auf einen Flohbefall hin.

Tipp: Geben Sie den vermeintlichen Flohkot auf ein feuchtes Taschentuch. Zerdrücken Sie das Material und achten Sie darauf, ob sich das Taschentuch verfärbt. Wenn sich die Stelle rot, braun oder orange verfärbt, ist das ein sicheres Anzeichen für das Vorliegen von Flohkot. Sie müssen also davon ausgehen, dass es sich um einen Flohbefall handelt und sollten weitere Maßnahmen einleiten. Denn Zeit dürfen Sie jetzt nicht mehr verlieren. Auch wenn Sie die erwachsenen Flöhe vielleicht nicht sehen können, liegt ein Flohbefall vor, der sich unbehandelt weiter ausbreitet.

Flöhe in der Umgebung erkennen

Sie haben am Schlaf- oder Liegeplatz Ihres Tieres schwarze Krümel bemerkt, sind sich aber nicht sicher, ob es sich hierbei tatsächlich um Flohkot handelt? Wie bereits erwähnt, besteht dieser Kot aus unverdautem Blut und stammt direkt von den erwachsenen Flöhen. Mit einem einfachen Trick lässt sich schnell herausfinden, ob die Krümel harmloser Dreck sind oder ob es sich doch um Flohkot handelt.

Tipp: Auch wenn Sie in der Wohnung und in der Tierumgebung dunkle Krümel gefunden haben, bei denen es sich möglicherweise um Flohkot handelt, können Sie diese sammeln und mit dem angefeuchteten Taschentuch überprüfen, ob es sich um Flohkot handelt.

Flöhe bekämpfen Hund

Welche Körperstellen sind typisch für Flohstiche?

Die Stiche von Flöhen, umgangssprachlich häufig Bisse genannt, machen sich durch kleine rote Stellen auf der Haut bemerkbar. Häufig entstehen dabei sogenannte Flohstraßen, weil mehrere Stiche in einer Linie nebeneinander liegen. Flöhe stechen sehr viel, daher sind Häufungen von betroffenen Stellen auf der Haut nicht ungewöhnlich. Doch wo treten diese am Körper des Hundes am ehesten auf?

Flöhe sind eigentlich über den gesamten Körper des Hundes zu finden, denn die Flöhe wandern im Fell des Hundes immer auf der Suche nach einer geeigneten Hautstelle für die Blutmahlzeit. Wir finden die Flöhe gerne an den Ohren, dem Rücken, dem Schwanzansatz, dem Bauch sowie den Innenschenkeln. Es ist daher sinnvoll, gerade in diesen Bereichen häufiger Kontrollen durchzuführen und nachzusehen, ob sich hier Flohstiche zeigen.

Sind bereits Flohbisse bemerkbar, müssen Sie von einem Flohbefall ausgehen und so schnell wie möglich Gegenmaßnahmen einleiten.

Flohstiche oder Flohbisse?

Im Alltag sprechen wir häufig von Flohbissen. Tatsächlich handelt es sich aber nicht um Bisse, sondern um Flohstiche.

Risiken für Hund und Mensch

Die Bekämpfung von Flöhen bei Hunden ist so wichtig, weil von einem Befall vielfältige Risiken für den Vierbeiner und auch für den Menschen ausgehen. So können zum Beispiel allergische Hautreaktionen auftreten. Für den Hund stellen der Juckreiz und das häufige Kratzen eine Belastung dar, die es unbedingt zu vermeiden gilt. Das gilt natürlich auch für den Menschen.

Außerdem sind Flöhe Überträger von Krankheitserregern. Sie können sogar Bandwürmer übertragen, für den sie ein Zwischenwirt sind. Ein Flohbefall kann verschiedene Folgeschäden beim Tier nach sich ziehen und Ihren Hund schwächen. Es können Entzündungen entstehen, die wiederum zu Fieber führen können.

Flöhe haben daher in der Wohnung und in der Lebensumgebung des Hundes nichts zu suchen.

Entscheidend ist hier also die Vorbeugung. Flohinfektionen lassen sich zuverlässig vermeiden, wenn Sie rechtzeitig handeln und geeignete Flohprodukte regelmäßig anwenden. Haben sie sich einmal ausgebreitet, fällt eine Bekämpfung der Flöhe bei Hunden deutlich schwerer. Dabei ist in jedem Fall dann auch die Umgebung mit geeigneten Mitteln wie dem Floh-Fogger und dem Langzeit-Flohspray zu behandeln, um den Flohbefall und alle Entwicklungsstadien zu stoppen.

Flohallergie beim Hund?

Beim Hund kann eventuell die sogenannte Flohspeichelallergie auftreten. Hierbei handelt es sich tatsächlich um eine der am häufigsten bei Hunden vorkommenden Allergien. Zu den Symptomen gehören ein starker Juckreiz und kleinere Hautverdickungen sowie gelegentlich auch Schwellungen. Der Hund beginnt, an sich zu nagen und sich zu belecken.

Durch dieses Verhalten entstehen dann häufig weitere Probleme, wie zum Beispiel Krustenbildung.

Es ist wichtig, dass Sie Flöhen bei Hunden mit repellierenden Mitteln vorbeugen, damit es gar nicht erst zu solchen allergischen Reaktionen kommt. Sollte Ihr Hund bereits betroffen sein, gilt es schnell zu handeln. Denn bei einer chronischen Entwicklung können weitere Probleme hinzukommen. Zu nennen sind zum Beispiel Haarausfall, größere Hautverdickungen und Hyperpigmentierungen.

Hund bekommt ein Flohhalsband umgelegt

Flohbefall erkannt – Flohbefall gebannt: So gelingt es

Zum Glück existieren zuverlässige Mittel wie z.B. der Floh-Fogger gegen Flöhe in der Umgebung, mit denen Sie gegen den Befall vorgehen können. Sie bieten sofortige Hilfe und sind einfach auf Knopfdruck anzuwenden. Der Floh-Fogger kann auch in Kombination mit dem Langzeit-Flohspray für die Umgebung verwendet werden, um Körbchen, Teppiche oder Matten gezielt zu besprühen. Um einem (erneuten) Flohbefall vorzubeugen ist es wichtig, Flöhe am Hund oder in der Umgebung abzuwehren. Zur Anwendung am Tier bieten sich z.B. Spot-Ons, Halsbänder oder Sprays, Shampoos und Puder mit repellierender Wirkungsweise und dem Wirkstoff Chrysanthemum cinerariaefolium an.

Im Falle eines Flohbefalls ist es wichtig, dass Sie sowohl die Umgebung mit bekämpfenden Mitteln behandeln, als auch am Tier einem weiteren Befall vorbeugen. Auf diese Weise gehen Sie den Flohbefall mit einer integrierten Behandlung gründlich an.

Den Hund dauerhaft vor Flöhen schützen: Einsatz repellierender Mittel

Repellierende Mittel von ARDAP für Flöhe bei Hunden sind frei verkäuflich. Sie sind zur direkten Anwendung am Tier vorgesehen und weisen eine abwehrende Wirkung auf. Zum Einsatz kommt hier insbesondere der Wirkstoff Chrysanthemum cinerariaefolium (auch Pyrethrum genannt).

Unsichtbarer Flohschutz: Spot-Ons

Ein Floh-Spot-On für Hunde bietet einen Schutz gegen Flöhe und auch Zecken für bis zu zwölf Wochen pro Verpackung. Das Mittel ist für die äußerliche Anwendung (Auftropfen auf die Haut) vorgesehen und setzt bei der Abwehr von Parasiten auf das Wirkprinzip von Pyrethrum. Durch den natürlichen Haut-Fettfilm des Hundes verteilt sich der Wirkstoff über die gesamte Körperoberfläche.

Bis zu 4 Monate abwehrend: Floh-Halsband

Mit dem Flohhalsband für Hunde erhalten Sie einen Schutz für bis zu vier Monate. Einsetzbar ist das Halsband bereits für Welpen ab dem vierten Monat. Eine lockere Befestigung am Hals des Hundes genügt, Überstände können Sie mit einer Schere kürzen.

Eine gleichzeitige Verwendung von Spot-On und Flohhalsband ist nicht notwendig, da jedes Produkt für sich eine ausreichend repellierende Wirkung hat. Das Flohpuder, das Flohshampoo oder das Flohspray hingegen können als Ergänzung zu Spot-On oder Flohhalsband genutzt werden und bieten sich als ergänzende, praktische Vorbeugung z.B. beim Waldspaziergang an.

Flohpuder

Zum Einstreuen in das Fell können Sie das Flohpuder für Hund & Katze verwenden. Die repellierende Eigenschaft gegen Flöhe bei Hunden ergibt sich aus den Wirkstoffen Pyrethrum und Lavendelöl. Die Anwendung ist nach etwa einer Woche zu wiederholen.

Flohspray

Repellierende Eigenschaften hat auch das Flohspray für Hund und Katze. Genau wie das Puder enthält das Spray die Wirkstoffe Pyrethrum und Lavendelöl. Richtig angewendet, bietet das Spray bis zu 4 Wochen Schutz vor Flöhen.

Sowohl das Flohpuder als auch das Flohspray sind eine ideale Ergänzung zum Spot-On oder zum Flohhalsband. Durch die Anwendung an den vornehmlich befallenen Körperstellen, können Sie Ihren Hund z.B. vor dem Spaziergang oder dem Besuch der Hundewiese gezielt gegen Flöhe schützen.

Reinigung und Pflege beim Hund: Flohshampoo

Mithilfe des Flohshampoos für Hunde können Sie Ihren Hund vor Flöhen schützen und gleichzeitig für ein hygienisches und frisches Fell sorgen. Auf der Verpackung ist genau angegeben, welche Menge Sie für Hunde welcher Größe in das Fell einmassieren sollten. Für eine langfristige Vorbeugung von Flöhen ist es empfehlenswert, zusätzlich ein Spot-On oder ein Halsband zu verwenden.

Shampoo gegen Flöhe bei Hunden

Beseitigt das Duschen die Flöhe aus dem Hundefell?

Sie vermuten einen Flohbefall und fragen sich, inwiefern eine Dusche nun Abhilfe leisten kann? Unser Tierarzt Prof. Dr. med. vet. Mencke klärt auf:

Autor - Prof. Dr. med. vet. Norbert Mencke, Tierarzt & Parasitologe

Eine gründliche Dusche mit dem Flohshampoo für Hunde kann nicht schaden, wenn Flöhe bei Hunden auftreten. Beim Waschen werden auch adulte Flöhe aus dem Fell entfernt und der Wirkstoff Pyrethrum wirkt repellierend gegen einen neuen Flohbefall. Betrachten Sie das Duschen aber als eine Sofortmaßnahme, die nicht vollständig die adulten Flöhe entfernt und alleine nicht langfristig ausreicht.

Prof. Dr. med. vet. Norbert Mencke, Tierarzt und Parasitologe

Wichtig ist es, dass Sie auch die Umgebung des Hundes behandeln. Denn 95 % der Flohpopulation befinden sich nicht im Fell des Tieres, sondern z.B. im Teppich und an anderen Stellen in der Wohnung.

Hund im Bett

Haus, Wohnung und Co. gründlich behandeln

Neben vorbeugenden, repellierenden Maßnahmen direkt am Tier ist es im Falle eines Flohbefalls wichtig, dass Sie auch die Umgebung Ihres Hundes behandeln. Zu den gebräuchlichsten Lösungen gehört der Floh-Fogger. Er vernebelt den Raum und wirkt sofort gegen den Befall. Dank der Wirkstoffe und dem Wachstumshemmer Pyriproxyfen beugt er danach über 6 Monate gegen die verschiedenen Entwicklungsstadien des Flohs vor.

Der Fogger funktioniert auf Knopfdruck. Während der Anwendung sollten Sie und Ihr Tier den Raum verlassen. Im Anschluss sollten Sie die Räume gut lüften.

Eine solche Behandlung der Tierumgebung ist zwingend erforderlich, wenn Sie erfolgreich gegen den Flohbefall vorgehen möchten. Achten Sie darauf, dass Sie alle Zimmer im Haus oder der Wohnung berücksichtigen und dass Sie keinen Platz vergessen, an dem sich Ihr Hund typischerweise aufhält. Der Fogger ist für eine Raumgröße von 30m² und 60m² erhältlich. Vor der Verwendung sollten Sie die Näpfe des Hundes, das Futter und andere Gegenstände wie Geschirr, Spielzeuge oder Ihre unverschlossenen Lebensmittel beiseite räumen und die Gebrauchsanweisung beachten.

Das Langzeit-Flohspray dient der gezielten Anwendung gegen Flöhe mit einer Langzeitwirkung für bis zu 6 Monate. Der Vorteil besteht darin, dass das Spray gezielt für Körbchen, Liegeplätze etc. angewandt werden kann. Es empfiehlt sich, das Langzeit-Flohspray und den Fogger in Kombination einzusetzen, um so alle befallenen Stellen und alle Entwicklungsstadien des Flohs zu behandeln.

Wichtig ist festzuhalten, dass Sie im Falle eines Flohbefalls am Tier immer auch die Umgebung des Hundes behandeln müssen. Denn 95 % der Flohpopulation befinden sich nicht im Fell des Tieres, sondern z.B. im Teppich und an anderen Stellen in der Wohnung.

Welche Wirkung haben Hausmittel gegen Flöhe beim Hund?

Hausmittel können vielleicht nützlich sein, wenn es um eine Verbesserung der allgemeinen Hygiene im Haushalt geht. Da Flöhe allerdings kein hygienisches Problem sind, reichen Hausmittel auf keinen Fall aus, um eine optimale abwehrende Wirkung gegen Flöhe zu erhalten.

Bei einem bereits bestehenden Flohbefall in der Wohnung ist vielmehr mit speziellen Mitteln gegen die Flöhe in Form von Eiern, Larven, Puppen und adulten Flöhen vorzugehen. Maßnahmen wie Wischen oder Saugen können einen Flohbefall nie verhindern oder bekämpfen. Für eine zuverlässige Flohbekämpfung in der Umgebung braucht es Vernebler und Flohsprays für die Umgebung. Diese gelangen in jede Ritze und Ecke und sorgen so für eine langfristige Behandlung gegen einen erneuten Flohbefall.

Symptome bei Hunden mit Flöhen

Checkliste: Flöhe bei Hunden – das ist zu tun

Was sollen Sie tun, wenn Ihr Hund Flöhe hat? Mit der folgenden Checkliste sind Sie bestens gewappnet:

    1. Waschen Sie Ihren Hund gründlich und verwenden Sie dafür das Shampoo gegen Flöhe, um für einen erneuten Flohbefall vorzubeugen.
    2. Befreien Sie die Umgebung von Flöhen in allen Entwicklungsstadien und verwenden Sie dazu idealerweise eine Kombination aus dem Fogger und dem Langzeit-Flohspray für die Umgebung. Achten Sie auch auf die typischen Schlafplätze des Hundes, das Körbchen oder auch Fussmatten, auf denen sich ihr Hund gern aufhält.
    3. Verwenden Sie das Hundehalsband oder das Spot-On, um die Flöhe für einen Zeitraum von mehreren Wochen abzuwehren.
    4. Nutzen Sie z.B. vor dem Besuch des Hundeplatzes ergänzend für den zusätzlichen Schutz das Puder, Spray oder Flohshampoo für den Hund.

Ungezieferbekämpfung leicht gemacht

Weitere Tipps vom Experten

Hausmittel gegen Flöhe

Flohzirkus zu Hause: Hausmittel gegen Flöhe

Sie haben es zu Hause mit einer Flohplage zu tun und möchten wissen, welche Hausmittel gegen Flöhe helfen? Wenn Sie selbst und Ihre Haustiere wie Hunde und Katzen bereits unter der Situation leiden...
Hund hat Flöhe Hausmittel

Hund hat Flöhe: Hausmittel in der Übersicht

Der Hund kratzt sich ungewöhnlich stark und es kommt der Verdacht auf, dass ein Flohbefall vorliegt. Nachdem der Hund, das Körbchen und sämtliche Decken untersucht wurden, ist klar: Flohkot ist vor...
Milben und Flöhe bei Katzen

Parasitenbefall: Milben und Flöhe bei Katzen erkennen und behandeln

Parasiten wie Milben und Flöhe bei Katzen sind für ihre Besitzer irgendwann immer ein Thema, das konsequentes Handeln erfordert. Sowohl ein Flohbefall als auch ein Milbenbefall sorgen für allerlei...

Unser Autor

Prof. Dr. med. vet. Norbert Mencke, Tierarzt & Parasitologe

Autor - Prof. Dr. med. vet. Norbert Mencke, Tierarzt & Parasitologe

Professor Dr. med. vet. Norbert Mencke ist seit 2020 als veterinärmedizinisch wissenschaftlicher Dienst beratend für die Ardap Care GmbH tätig und ein Experte der Parasitologie mit langjähriger Erfahrung in Forschung und Lehre.