Gemeinsam mit unserem Experten Prof. Dr. med. vet. Norbert Mencke, Fachtierarzt für Parasitologie, geben wir Ihnen einen Überblick über verschiedene Ameisenarten sowie effektive Tipps bei einem Befall.
- Achtung giftig! Die 24-Stunden-Ameise im Überblick
- 24-Stunden-Ameise: das Ritual
- Wie geht man gegen Ameisen im Haus und auf der Terrasse vor?
- Fazit
- Häufig gestellte Fragen
Die 24-Stunden-Ameise (Paraponera clavata) ist eine tropische Ameisenart, die ausschließlich in Mittel- und Südamerika vorkommt und nicht in Europa heimisch ist.
Ihr Name leitet sich von den extrem starken und langanhaltenden Schmerzen ab, die ihr Stich auslösen kann und die in Einzelfällen bis zu 24 Stunden anhalten.
Der Stich der 24-Stunden-Ameise kann einen der intensivsten Schmerzen auslösen, den ein Insekt bei Menschen verursachen kann.
Verantwortlich für die Schmerzintensität ist das Gift Poneratoxin, ein neurotoxisches Peptid, das das Nervensystem stark reizt, ohne das Gewebe dauerhaft zu schädigen.
Die Ameise gilt nicht als aggressiv, verteidigt ihr Nest jedoch konsequent und setzt den Stich gezielt zur Abwehr oder zur Jagd ein.
Begegnungen mit der 24-Stunden-Ameise sind vor allem auf Reisen in tropische Regenwaldgebiete möglich. Ameisen lassen sich mit den hochwirksamen Ungeziefermitteln von ARDAP abwehren bzw. bekämpfen.
Achtung giftig! Die 24-Stunden-Ameise im Überblick
Die 24-Stunden-Ameise (Paraponera clavata) ist auch bekannt als Tropische Riesenameise. Im Englischen ist die Bezeichnung „bullet ant“ (Gewehrkugelameise) verbreitet. Diese Begriffe lassen bereits vermuten, dass von dieser Ameisenart eine gewisse Gefahr ausgeht.

Woher kommt der Name „24-Stunden-Ameise“?
Anders als einheimische Arten, kann die 24-Stunden-Ameise stechen. Dabei injiziert sie ein schmerzhaftes Gift in den Körper ihrer Opfer. Dieses weist eine starke und lang anhaltende Wirkung auf. Es verursacht extreme Schmerzen über einen Zeitraum von bis zu 24 Stunden, woher der Name dieser Art stammt. Opfer der 24-Stunden-Ameise sollen in der Vergangenheit berichtet haben, dass sich der Stich so anfühlt, als wäre man von einer Gewehrkugel getroffen worden. Die englische Bezeichnung „bullet ant“ bezieht sich entsprechend auf den extremen Schmerz dieses Stichs. Tatsächlich soll es sich hierbei um einen der intensivsten Schmerzen handeln, den ein Insekt bei Menschen verursachen kann. Die Namensgebung stellt also auf keinen Fall eine Übertreibung dar.
Die Wissenschaft kennt einen eigenen Index, mit dem sich die Auswirkungen von Insektengiftstichen bewerten lassen. Hierbei handelt es sich um den Schmidt Sting Pain Index (Schmidt-Stichschmerz-Index). Die Skala sieht eine Einteilung in mehrere Stufen von 1.0 bis 4.0 vor. Tatsächlich befindet sich die 24-Stunden-Ameise auf der Stufe 4.0, die einen reinen, intensiven und strahlenden Schmerz beschreibt. Hier ist auch von einem Gefühl die Rede, als würde das Opfer über glühende Kohlen laufen, während ein rostiger Nagel mit sieben Zentimetern Länge in der Ferse steckt. Diese drastische Beschreibung lässt keinen Zweifel daran aufkommen, dass man dieser Ameisenart besser aus dem Weg gehen sollte. Mehr Infos dazu auch unter diesem Link.
Das Gift der Ameise
Welches Gift steckt jetzt genau in der 24-Stunden-Ameise? Der Stachel verabreicht das Gift Poneratoxin, bei dem es sich um ein besonders stark wirkendes Nervengift (Neurotoxin) handelt. Es gilt als besonders schmerzhaft, verursacht jedoch keine Gewebeschäden. Konkret stört das Gift die Übertragung von Nervenimpulsen im Zielgewebe. Es kommt zu einer übermäßigen Reizweiterleitung und Erregung der Nerven. Das äußert sich letztlich in starkem Schmerzempfinden.

Im menschlichen Körper kann das Gift eine ganze Reihe von Reaktionen auslösen. Dazu gehören Taubheitsgefühle, Schwindel oder Muskelzuckungen. Ein brennender, pulsierender und stechender Schmerz geht damit einher. Die betroffene Stelle kann auch lokal anschwellen und es können sich Blasen bilden. Systemische Reaktionen wie Lähmungsgefühle sind zum Beispiel gerade dann zu erwarten, wenn es zu mehreren Stichen kommt. Allgemein besteht bei Insektengiften das Risiko, dass ein anaphylaktischer Schock auftritt, auch wenn das eher selten vorkommt. Viele weitere allergische Reaktionen sind denkbar. Das Gift ist für den Menschen in seiner gesamten Wirkung äußerst gefährlich. Der 24-Stunden-Ameise sollten Sie also besser nicht begegnen.
Natürlich setzen die 24-Stunden-Ameisen dieses Gift aus einem bestimmten Grund ein. Sie nutzen es, um ihr Nest zu schützen und sich gegen größere Eindringlinge zu verteidigen. Grundsätzlich zeigt diese Ameisenart nämlich kein ungewöhnlich aggressives Verhalten. Sie greifen nur bei Bedrohungen an und setzen dann ihr Gift ein, das der effektiven Abschreckung dient.
Aussehen und Vorkommen
Bei der 24-Stunden-Ameise fällt zuerst einmal deren Größe auf. Tatsächlich handelt es sich um eine der größten Ameisenarten weltweit. Die Arbeiterinnen erreichen eine Körperlänge von 18 bis 25 Millimetern. Das entspricht ungefähr einer Daumenbreite. Es sind nur wenige andere Ameisenarten bekannt, die noch größer sind. Interessant ist hier, dass kein erheblicher Unterschied zwischen den Arbeiterinnen und der Königin besteht. Letztere messen zwischen 2,0 und 3,0 Zentimetern.
Die Färbung reicht von rötlich und bräunlich bis hin zu schwarz. Die Ameisen besitzen goldfarbene Vorderbeine, Körper und Beine sind behaart. Weiterhin sind sie mit einem Stachel ausgestattet, den sie einziehen können. Ihrer Gestalt nach ähneln sie ein wenig einer flügellosen Wespe. Das hat natürlich auch mit der schieren Größe dieser Insekten zu tun.

Wer sich mit der 24-Stunden-Ameise und ihrem starken Gift näher beschäftigt, ist vermutlich froh darüber, dass diese Art in unseren Breitengraden nicht vorkommt. Nur wenn wir uns auf Reisen in bestimmte Regionen begeben, stellen diese Insekten eine Gefahr dar. Die 24-Stunden-Ameise lebt im tropischen Regenwald in Süd- und Mittelamerika. Genauer gesagt befindet sich das Verbreitungsgebiet im äquatorialen Amerika und erstreckt sich nördlich bis nach Nicaragua und südlich bis nach Bolivien. Noch bis 750 Meter über dem Meeresspiegel können wir auf diese Ameisenart treffen. Nur vereinzelt verschlägt es sie in noch höhere Regionen. Sie kommt vor allem auf der atlantischen Seite Mittelamerikas vor, findet geeignete Lebensräume aber teilweise auch auf der pazifischen Seite.
Die Lebensweise der 24-Stunden-Ameise
Die 24-Stunden-Ameise gehört zu den monogynen Ameisenarten. In der Kolonie befindet sich also nur eine einzige Königin. Auch die Anzahl der Arbeiterinnen ist vergleichsweise gering. Sie halten sich gerne an der Stammbasis tropischer Waldbäume auf und suchen sich in den Baumkronen ihre Nahrung. Besonders aktiv sind diese Insekten dabei während der Morgen- und Abenddämmerung sowie in der Nacht. Abweichungen bestehen hier in Abhängigkeit von der Jahreszeit. Im Blattwerk der Bäume finden die Arbeiterinnen Insekten wie zum Beispiel Gliederfüßer und bringen diese Nahrung ins Nest zurück. Tatsächlich sind die Arbeiterinnen die alleinigen Jäger bei dieser Art. Zur Nahrung gehört auch Blatthonig, den sie bei Pflanzenläusen einsammeln.

Es ist typisch, dass sich die Arbeiterinnen der 24-Stunden-Ameise alleine auf die Jagd begeben. Lange Züge bilden sie also nicht aus. Sie legen aber Pfade an und markieren diese, so wie andere Ameisenarten auch, mit Pheromonen.
24-Stunden-Ameise: das Ritual
Im Amazonasgebiet sind es vor allem die Sateré-Mawé, die für die Durchführung eines bestimmten Rituals auf die 24-Stunden-Ameise zurückgreifen. Sie haben es dabei vor allem auf das starke Gift dieser Ameisenart abgesehen. Die indigene Volksgruppe der Sateré-Mawé lebt im Grenzgebiet der beiden zu Brasilien gehörenden Bundesstaaten Pará und Amazonas. Konkret geht es um ein Initiationsritual und den Test von Ausdauer, Mut und Schmerzresistenz der Initianden. Junge Männer sollen hier auf das Erwachsenwerden vorbereitet werden. Intensive körperliche Schmerzen spielen dabei eine entscheidende Rolle.
Die Vorbereitung des Rituals sieht vor, lebende 24-Stunden-Ameisen mit ihrem Stachel nach innen in einen Handschuh aus Blättern einzuarbeiten. Den jungen Initianden wird dieser Handschuh übergestreift. Sie müssen diesen für etwa zehn Minuten tragen. Während dieser Zeit stechen die Ameisen mehrfach zu. Die Jungen müssen starke körperliche Schmerzen aushalten, auch Lähmungserscheinungen in den betroffenen Gliedmaßen sind möglich.
Für die indigenen Völker hat dieses Ritual eine tiefe spirituelle Bedeutung. Es symbolisiert den Übergang von der Kindheit in das Erwachsenenalter. Können die jungen Männer die Schmerzen aushalten, stellen sie ihre Disziplin, ihren Mut und ihre Stärke unter Beweis. Sie zeigen, dass sie für die Übernahme von Verantwortung bereit sind und ihre Funktion in der Gemeinschaft erfüllen können. Ein solcher Junge verdient sich den Respekt der Älteren und qualifiziert sich für Führungspositionen innerhalb des Stammes, wenn er dieses Ritual wiederholt. Es kann sein, dass er es dafür bis zu 25 Mal überstehen muss.

Wie geht man gegen Ameisen im Haus und auf der Terrasse vor?
Selbst wenn Sie in Deutschland die 24-Stunden-Ameise sicherlich nicht abwehren müssen, sollten Sie sich über den Umgang mit einem erhöhten Ameisen-Aufkommen in Ihrem häuslichen Umfeld Gedanken machen. Wirksame Produkte sind verfügbar, mit denen sich ein Befall durch verschiedene Arten schnell in den Griff bekommen lässt. Wir zeigen Ihnen, wie Sie gegen die ungebetenen Gäste effektiv vorgehen können.
Ameisenmittel mit hoher Wirkung
Für das Ausstreuen auf Terrassen und Wegen steht mit dem ARDAP Repell Ameisenmittel ein passendes Produkt mit dem Wirkstoff Pyrethrum aus der Chrysantheme zur Auswahl. Dieses Ameisenmittel eignet sich für eine zuverlässige und hochwirksame Abwehr von Ameisen vielfältiger Arten. Das Streumittel ist ideal für eine genaue Dosierung und einen gezielten Einsatz in Außenbereichen.
Das ARDAP Repell Ameisenmittel verteilen Sie gleichmäßig auf den Laufwegen der Ameisen. Diese heißen auch Ameisenstraßen. So vertreiben Sie effektiv Ameisen, bevor diese größeren Schaden an Terrassen, Pflasterungen oder Gehwegen hervorrufen.
Haben Sie bereits einen stärkeren Ameisenbefall und auch Nester festgestellt, können Sie das ARDAP Pro Ameisen Streu- und Gießmittel einsetzen. Das staubfreie Granulat wirkt sowohl über den Fraß als auch über direkten Kontakt der Ameisen mit dem Mittel, sobald es auf Ameisenstraßen, in Fugen oder direkt in festgestellte Nester gestreut bzw. als Gießmittel mit Wasser verteilt wird. So lässt sich eine gesamte Ameisenkolonie in Außenbereichen wie Terrasse, Balkon oder Wegen rund ums Haus schnell und langanhaltend bekämpfen.Ameisenspray: einfach anzuwenden und effektiv
Bei einem beginnenden Ameisenaufkommen im Haus oder in Außenbereichen bietet das ARDAP Repell Ameisenspray schnelle Abhilfe. Der Wirkstoff Pyrethrum aus der Chrysantheme dient der Abwehr von Ameisen und kann auf die bevorzugten Plätze, Laufwege und Eintrittsstellen der Ameisen auf der Terrasse, am Eingang ins Haus oder auch in der Küche aufgesprüht werden. Ameisen meiden anschließend die behandelten Stellen und werden so effektiv vertrieben.
Das ARDAP Pro Ameisenspray dient als gezielte Soforthilfe gegen stärkere Ameisenplagen. Das praktische Spray ermöglicht es, Ameisen direkt an schwer zugänglichen Nestern, Ritzen oder Laufwegen zu behandeln, indem es die schädlichen Insekten beim direkten Kontakt mit der Lösung erfasst und bekämpft. Dadurch lassen sich sichtbare Ameisenverkehrswege zuverlässig unterbrechen und Nester in schwer zugänglichen Bereichen gezielt bekämpfen.
Ganze Kolonien beseitigen mit der Köderdose
Mit der ARDAP Pro Ameisen Köderdose steht ein neuartiges Ködergel für die Bekämpfung von Ameisen und deren Kolonien und Nestern zur Verfügung. Dieses zeichnet sich durch seine hohe Effektivität und Lockwirkung aus. Die Ameisen werden vom Lockstoff angezogen, gelangen durch kleine Öffnungen in die Dose und nehmen dort das Gel auf. Tragen sie es anschließend zurück in ihre Kolonie und verfüttern es dort an die Königin und Larven, kann es seine volle Wirkung gegen den Ursprung der Ameisenpopulation entfalten. Innerhalb weniger Tage lässt sich so das Nest mitsamt aller Ameisen und der Königin zuverlässig bekämpfen.
Fazit
Die sogenannte 24-Stunden-Ameise ist kein heimischer Schädling, sondern ein exotisches Insekt, das vor allem auf Reisen in tropischen Regionen auffällt. Ihr kräftiger Stich, das injizierte Gift und sehr starke, langanhaltende Schmerzen machen sie zu einer besonderen biologischen Erscheinung, die mit Ameisenproblemen in Mitteleuropa nicht vergleichbar ist. Auch wenn ihr Stich für extreme Schmerzen sorgt, für den Alltag hierzulande spielen diese Ameisen eher eine untergeordnete Rolle.
Deutlich relevanter hierzulande sind heimische Ameisenarten, die in Häusern, auf Terrassen oder im Garten auftreten und dort durch Ameisenstraßen, Nestbau und Nahrungssuche für Probleme sorgen können. Solche Vorkommen lassen sich gezielt kontrollieren, wenn frühzeitig gehandelt wird. Für die Abwehr oder Bekämpfung heimischer Ameisen stehen dafür geeignete Produkte von ARDAP zur Verfügung, die auf typische Einsatzbereiche rund um Haus, Garten und Grundstück abgestimmt sind.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die 24-Stunden-Ameise?
Die 24-Stunden-Ameise ist eine tropische Ameisenart, die vor allem in Mittel- und Südamerika vorkommt und für ihren extrem schmerzhaften Stich bekannt ist. Der Name bezieht sich auf die sehr langen, teils bis zu 24 Stunden anhaltenden Schmerzen, die nach einem Stich auftreten können.
Warum ist der Stich der 24-Stunden-Ameise so schmerzhaft?
Der Stich der 24-Stunden-Ameise ist so schmerzhaft, weil sie ein stark wirksames Gift injiziert, das das Nervensystem überreizt. Die Schmerzen werden häufig als brennend, pulsierend und außergewöhnlich intensiv beschrieben.
Kommt die 24-Stunden-Ameise in Deutschland vor?
Die 24-Stunden-Ameise kommt nicht in Deutschland vor, da sie an tropische Klimabedingungen angepasst ist. Begegnungen mit dieser Ameisenart finden in der Regel nur auf Reisen in entsprechenden Regionen statt.
Ist die 24-Stunden-Ameise für den Menschen gefährlich?
Für gesunde Erwachsene ist die 24-Stunden-Ameise in der Regel nicht lebensgefährlich, der Stich ist jedoch extrem schmerzhaft und hält lange an. In seltenen Fällen können allergische Reaktionen auftreten, weshalb medizinische Hilfe sinnvoll sein kann.
Welche Ameisenarten sorgen hierzulande für Probleme?
In Deutschland sind es vor allem heimische Ameisenarten wie die Schwarze Wegameise und die Braune Wegameise, die in Häusern, auf Terrassen oder im Garten auftreten und dort durch Ameisenstraßen und Nestbildung stören. Diese Ameisen können mit Produkten von ARDAP wirksam kontrolliert und bei starkem Befall bekämpft werden.
Warum treten heimische Ameisen häufig im Haus oder auf der Terrasse auf?
Heimische Ameisen werden vor allem durch Lebensmittelreste, Feuchtigkeit und geschützte Nistplätze angezogen. Ritzen, Fugen oder Übergänge vom Außen- zum Innenbereich bieten ihnen ideale Bedingungen. Um einem Eindringen ins Haus vorzubeugen und um Ameisen zu vertreiben, empfehlen sich die ARDAP Repell Produkte wie das Ameisenspray und Ameisenmittel. Bei ausgeprägtem oder wiederkehrendem Ameisenbefall helfen hochwirksame ARDAP Pro Produkte.
Wie lassen sich heimische Ameisen kontrollieren?
Heimische Ameisen lassen sich gezielt kontrollieren, indem Ameisenstraßen und Nester konsequent behandelt werden. Dafür stehen Produkte von ARDAP zur Verfügung, die auf typische Ameisenprobleme im und ums Haus abgestimmt sind.









